Kino Schloßtheater
Kino Schloßtheater
Sport48149 Münster
Anstehende Aufführungen
- Best Exotic Marigold Hotel
- 21.05.
- 15:30 Uhr
- Lachsfischen im Jemen
- 21.05.
- 15:30 Uhr, 18:00 Uhr
- Ausgerechnet Sibirien
- 21.05.
- 16:40 Uhr
Beschreibung
Schlagwörter: Theater, Filme, cinema, Filmpalast, Filmtheater, Lichtspiel, Kinoprogramm
Das Schloßtheater ist seit seinem Bestehen die richtige Adresse für Freunde des gehobenen Filmgeschmacks. Im traditionsreichen münsterschen Kreuzviertel ist es ein Treffpunkt für FilmfreundInnen aller Altersgruppen. Seit über zehn Jahren ist das "Schloß" die Heimat des filmclub münster, der Mittwochs und Sonntags cineastische Leckerbissen präsentiert. Außerdem bietet das Seniorenkino jeden 2. und 3. Donnerstag im Monat ein spezielles Filmprogramm für ältere Menschen.
Immer in den Herbstferien strömen hunderte Zuschauer inss Schloßtheater zum KinderFilmFest Münster. Alle kleinen Filmfest-Fans können sich schon mal den nächsten Termin vormerken: Vom 8. bis 15. Oktober 2006 geht es im Schloßtheater wieder los!"
"Die Preise sind normal und halten sich zwischen 4,00 Euro und 7,00 Euro...
Wenn die 80. Verleihung der OSCARS® (vornehm: ACADEMY AWARDS®) in diesem Jahr eines geschafft hat, dann die Nihilierung des härtesten Konkurrenten: Wegen des mehr als 3 Monate dauernden Streiks der Drehbuchautoren und des Solidaritäts-Boykotts der Schauspieler wurden die Golden Globe Awards auf eine simple 30-Minuten-Vorleseveranstaltung ohne Glanz, Witz und Glamour reduziert. Der Streik war gerade noch rechtzeitig beendet worden, um doch eine OSCAR®-Gala in bewährtem Prunk-Rahmen zu ermöglichen. Business as usual also? Ein bisschen undramatisch war es schon, weil bis auf zwei, drei Ausnahmen die Favoriten sich durchsetzten und auch – mal abgesehen von der französischen Gewinnerin Marion Cotillard (als Edith Piaf in „La vie en rose”) – der mitreißende und bewegende emotionale Überschwang bei vor Freude ausflippenden Gewinnern fehlte. Auffällig bei den diesjährigen OSCARS® war, besonders in den Darsteller-Kategorien, die Dominanz ausländischer, speziell europäischer Kandidaten – und die amerikanischen Gewinner gehören zum großen Teil nicht zum Mainstream, sondern dem Außenseiter-Lager an. Dazu muss man auch die großen Gewinner des diesjährigen OSCAR®-Abends zählen, die Brüder Joel & Ethan Coen: Von den 4 Preisen, die ihr phänomenales Blutbad-Roadmovie-Neowestern-Wüstenepos NO COUNTRY FOR OLD MEN (läuft diese Woche bei uns an) bekam, gingen 3 an die Brüder höchstpersönlich – als Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren! Der vierte OSCAR® für NO COUNTRY FOR OLD MEN ging an Javier Bardem, der seinen Serienkiller mit Beatles-Frisur als absolute Inkarnation des Bösen anlegt und schon zuvor jeden Filmpreis gewonnen hat, den es zu gewinnen gab – ebenso wie Daniel Day-Lewis als nicht minder faszinierend-abstoßendes Monster in THERE WILL BE BLOOD. Die Coen-Brüder (oder zumindest der im Gegensatz zum sehr einsilbigen Ethan etwas gesprächigere Joel) hatten auch die schönste Danksagung des Abends drauf: „Wir danken allen, die uns erlauben, weiterhin in unserer Ecke des Sandkastens zu spielen!” Dann spielt mal schön weiter, Jungs.
Zwei Tage vor den OSCARS® wurden in Paris die französischen Filmpreise, die Césars vergeben. Auch hier wurde Marion Cotillard für ihre Rolle als Edith Piaf in „La vie en rose” ausgezeichnet, zum besten ausländischen Film wurde, ein Jahr nach seinem Oscar-Gewinn und eine Woche nach der Würdigung durch die britische Filmakademie, Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama „Das Leben der Anderen” gewählt, was den deutschen Regie-Riesen eindeutig als Marathon-Läufer der Filmszene ausweist.
Und dann waren da ja noch die Razzies, die den Oscar parodierenden „Goldenen Himbeeren” für die miesesten filmischen Leistungen des Jahres – und hier wurde in diesem Jahr ein neuer Rekord aufgestellt, denn bisher unerreichte 8 Himbeeren gingen an den (in Münster berechtigterweise nicht gelaufenen) Psycho-Thriller „Ich weiß, wer mich getötet hat” mit Lindsay Lohan in einer Schizo-Doppelrolle, weshalb sie persönlich auch nicht nur einen, sondern zusätzlich zu zwei Einzel-Razzies auch noch den für das schlechteste Leinwand-Paar zugesprochen bekam. Selten wurde Narzissmus eindrucksvoller gewürdigt …
Nun denn, viel Spaß im Kino!





